Jahresschwerpunktthema des StMGP 2019 „Sexuell übertragbarer Krankheiten (STI´s)“

In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2019 startete die bayernweite Schwerpunktkampagne zur Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten (STI´s), einschließlich HIV. Ziel war es, die bayerische Bevölkerung über sexuell übertragbare Krankheiten zu informieren, das Bewusstsein für riskante Verhaltensweisen zu schärfen und Schutzmöglichkeiten aufzuzeigen. Allein in Bayern erkrankten 2017 340 Menschen neu am HI-Virus. Insgesamt lebten in Bayern 2017 geschätzt rund 9300 Männer und 2800 Frauen mit dem HI-Virus. Zu den sexuell übertragbaren Krankheiten zählen jedoch noch viele weitere wie beispielsweise Syphilis-Infektionen oder Hepatitis B.

Kernelement des STI-Schwerpunkts war die neue Social Media HIV-STI-Präventionskampagne des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP). Die Kampagne richtete sich an 17-25-jährige Erwachsene. Unter dem Motto „STI auf Tour“ sollten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen miteinander ins Gespräch kommen und ihr (Risiko-) Verhalten reflektieren. Die Zielgruppe wurde über die sozialen Netzwerke Instagram und Facebook angesprochen. Hilfreich war dabei auch die Zusammenarbeit mit sieben Influencern, welche über ihre Social-Media-Kanäle das Thema und die Webseite www.sti-auf-tour.de in Ihren Videos und Beiträgen aufgriffen. Die Webseite beinhaltet Informationen über STI´s, sowie Statements von Experten und Prominenten. Ebenso konnten die Jugendlichen über die App „Tellonym“ Fragen an Expertinnen und Experten stellen und mit ihnen in Dialog treten.

Die Verbesserung der Gesundheit der Landkreisbevölkerung ist das oberste Ziel der Gesundheitsregionplus.

Deshalb beteiligte sich die Gesundheitsregionplus Landkreis Günzburg an der Kampagne, indem sie dieses Thema in Zusammenarbeit mit der AOK mit einem Stand in den Niederlassungen der AOK in Günzburg und Krumbach bewarb. Ebenso arbeitete die Gesundheitsregionplus mit einigen Berufsschulen/Berufsfachschulen/Fachakademien aus dem Landkreis zusammen, um das Thema auch in Bildungseinrichtungen zu tragen. Als Werbematerialien dienten Postkarten mit vier Leitmotiven, Kondome mit Umverpackung mit Kampagnenmotiv und Plakate zum Aufhängen.

Die Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml zog ein insgesamt positives Fazit zu dieser Schwerpunktkampagne. Sie betonte unter anderem, dass die Videos der Internet-Influencer seit Anfang Juni von rund 640.000 Menschen gesehen wurden, was ein sehr großer Erfolg gewesen ist. Die Ministerin bilanzierte weiterhin: „Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken auf unsere Kampagne waren insgesamt erfreulich. Allein bei Instagram erhielten wir mit unserem Thema rund 135.000 Likes. Unsere Instagram-Stories wurden insgesamt über 100.000-mal aufgerufen. Die Kampagne kam so gut an, dass sie sogar auf Twitter weiterverbreitet wurde, obwohl wir diesen Kanal medial nicht aktiv bespielt haben.“  

Foto: Moritz Ebner