Zweiter Gesundheitsbericht für den Landkreis Günzburg veröffentlicht

Die Gesundheitsregionplus hat den zweiten regionalen Gesundheitsbericht für den Landkreis Günzburg veröffentlicht.

Auf 41 Seiten beleuchtet der in zwei Teile aufgeteilte Bericht die Gesundheit der Bevölkerung im Landkreis Günzburg. Im ersten Teil werden anhand von 21 Indikatoren die allgemeine gesundheitliche Entwicklung, die Gesundheitsversorgung und die Bevölkerungszusammensetzung analysiert. Der zweite Teil widmet sich entsprechend dem diesjährigen Jahresthema des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege der Seniorengesundheit. Anhand von neun Indikatoren werden Erkenntnisse zur Gesundheit, Vorsorge und Gesundheitsversorgung von Senioren im Landkreis dargestellt.

Um die Werte einschätzen zu können, werden diese im Vergleich zu den Landkreisen Dillingen, Aichach-Friedberg und Unterallgäu sowie dem Regierungsbezirk Schwaben und Bayern insgesamt betrachtet.

Im Vergleich zeigt sich, dass die Gesundheitssituation und –versorgung im Landkreis Günzburg gut ist. In manchen Bereichen schneidet der Landkreis sogar besser ab als Bayern durchschnittlich. 

  • Die Lebenserwartung ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern im Landkreis Günzburg niedriger als die durchschnittliche bayernweite Lebenserwartung. 
  • Im Vergleich zu Bayern insgesamt gibt es im Landkreis Günzburg weniger Säuglingssterbefälle und Krebs-Neuerkrankungen. 
  • Im Landkreis Günzburg stehen den Einwohnern/innen im Vergleich zu Bayern insgesamt weniger Ärzte in ambulanten Einrichtungen zur Verfügung. Aufgrund der Altersverteilung der Ärztinnen und Ärzte ist innerhalb der nächsten sieben Jahre mit einem Wegfall eines großen Anteils an Ärztinnen und Ärzten in der hausärztlichen Versorgung zu rechnen. 
  • Die Anzahl der Apotheken liegt nahe dem bayernweiten Durchschnitt. 
  • Die Anzahl der Krankenhausfälle liegen durchschnittlich leicht über dem bayerischen Schnitt. 
  • Die Masern-Impfquote im Landkreis Günzburg liegt höher als der gesamtbayerische Wert, erreicht aber nicht den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Ziel-wert. 
  • Die Anzahl der im Straßenverkehr verunglückten Personen liegt im Landkreis Günzburg über den Werten der Vergleichslandkreise sowie über dem bayernweiten Schnitt und dem Schnitt des Regierungsbezirks Schwaben. 
  • Im zeitlichen Verlauf der letzten Jahre lassen sich weniger Menschen gegen Grippe impfen. Auch wenn die Anzahl der geimpften unter den ab 60-jährigen im Landkreis Günzburg minimal höher ist als in den Vergleichsregionen, so ist auch hier – wie in den Vergleichsregionen – eine deutliche Abnahme zu verzeichnen. Ein Rückgang der Impfraten ist bezogen auf die betroffene Bevölkerung kritisch zu sehen. Gerade für die Gruppe der Senioren wird eine Impfung als vorteilhaft gesehen.
  • Ab dem Alter von 55 Jahren besteht Anspruch auf zwei Darmspiegelungen als Früherkennungsuntersuchungen für Darmkrebs im Abstand von 10 Jahren. Früherkennungsuntersuchungen sind ein wichtiges Instrument der Sekundärprävention. Lediglich im männlichen Teil der Bevölkerung liegen die Untersuchungsraten höher als in den Vergleichsregionen, während die weiblichen Beteiligten nahe dem Mittel liegen. 
  • Im Landkreis Günzburg gibt es vergleichsweise wenig normalgewichtige Kinder und durchschnittlich mehr adipöse sowie untergewichtige Kinder. Sowohl Untergewicht als auch Übergewicht und Adipositas können zu Folgeerkrankungen führen. Ein größerer Anteil an normalgewichtigen Kindern ist deshalb erstrebenswert. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind für das gesunde Aufwachsen von Kindern sehr wichtig. Die Lebenswelten von Kindern gestalten sich zunehmend zu Sitzwelten. Durch kindgerechte Bewegungsangebote könnte dem gegengesteuert werden. Der Wettbewerb „Gesunde Einrichtung“ der Gesundheitsregionplus greift diesen Ansatz auf. Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sollen sich zu gesunden Einrichtungen weiterentwickeln. Das Jahresthema 2017/2018 lautet „Ernährung“. Die Einrichtungen setzen Maßnahmen zu diesem Thema um und melden sich mit ihren Projekten beim Wettbewerb an.

Der Gesundheitsbericht kann hier heruntergeladen werden.

Fernsehsender a.tv berichtet über den Gesundheitsbericht

Die Gesundheitsregionplus zu Gast in der Gute Laune Morning Show bei Donau 3 FM.

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